FA-42, 30. Mai 2020, Antwort vom Sprecher des Außenministeriums, Herrn Hami Aksoy, auf eine Frage zu der Erklärung des griechischen Außenministeriums bezüglich der Rezitation des Heiligen Koran

Republik Türkiye Außenministerium 30.05.2020

Griechenland gibt weiterhin nach jeder Rezitation des Heiligen Koran in der Hagia Sophia zwecklose und wirkungslose Erklärungen ab.

Die Tatsache, dass Griechenland, das einzige noch verbliebene europäische Land ohne eine Moschee in seiner Hauptstadt, durch das Rezitieren des Heiligen Koran in der Hagia Sophia gestört wird, deutet auf die intolerante Psychologie dieses Landes hin, insbesondere in einer Zeit, in der aus Minaretten in Europa Gebetrufe ertönen und die Bedeutung des Prinzips des gegenseitigen Respekts zunehmend geschätzt wird.

Darüber hinaus sind die jüngsten Bemühungen bestimmter Kreise in Griechenland, die die Pandemie Covid-19 als Vorwand für die Verstummung des seit Jahrhunderten ausgerufenen Gebetsrufes in Westthrakien benutzen, noch frisch in unserer Erinnerung.

Die Türkei hat weder gegen den monumentalen Status der Hagia Sophia noch gegen das UNESCO-Übereinkommen von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt gehandelt. Im Gegenteil, dank der Pflege und Sorgfalt der Türkei für die historischen Stätten von Istanbul haben diese Stätten als kulturelles Erbe für die heutigen Generationen überlebt.

Die Hagia Sophia wird ein wichtiges Kulturgut der Türkei und der Menschheit bleiben und auch weiterhin als solcher geschützt werden.

Wir rufen Griechenland auf, sich von seiner historisch geprägten Mentalität zu befreien.

Atatürk

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