Nr.: 198, 6. September 2020, Pressemitteilung in Bezug auf die Meldungen über die Entscheidung Kosovos, eine Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Republik Türkiye Außenministerium 06.09.2020

Laut den Beiträgen von Präsident Hashim Thaçi, dem Ministerpräsidenten Hoti und der kosovarischen Außenministerin Meliza Haradinaj-Stublla in den sozialen Medien hat sich das Kosovo neben der gegenseitigen Anerkennung zwischen dem Kosovo und Israel auch zur Eröffnung einer Botschaft in Jerusalem verpflichtet.

Es ist bedauerlich, dass ein solcher Schritt, der einen klaren Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen würde, von den kosovarischen Vertretern überhaupt in Erwägung gezogen wird.

Als eines der ersten Länder, das den Kosovo anerkannt hat, hat die Türkei auch die Bemühungen um die internationale Anerkennung dieses Landes von Anbeginn an stark unterstützt. Wir erachten es jedoch nicht als richtig, diesen völkerrechtswidrigen Prozess vor allem auf dem Leid des palästinensischen Volkes aufzustellen, dessen Gebiete unter Besatzung stehen.

In verschiedenen UN-Resolutionen wurde betont, dass der Palästina-Konflikt nur durch die Errichtung eines unabhängigen, souveränen und zusammenhängenden Staates Palästina auf der Grundlage der Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als seiner Hauptstadt gelöst werden kann.

Wir fordern die Führung des Kosovo auf, diese Resolutionen einzuhalten und von Handlungen abzusehen, die dem historischen und rechtlichen Status Jerusalems schaden und eine künftige Anerkennung des Kosovo durch andere Staaten verhindern würden.

Atatürk

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